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Ukrainische Küche
Die ukrainische Küche lebt natürlich in hohem Maße vom regionalen Angebot und den Ernhrungstraditionen.
So ernährt sich der ganz normale Ukrainer von nebenan sehr gesund von den vielen Gemüsesorten, die hier ausgezeichnet gedeihen. Tomaten, Paprika, Gurken, Zwiebeln, Auberginen, Hülsenfrüchte, aber auch Rüben haben ihren festen Platz im Speiseplan. Dazu kommen ländliche Traditionen, in denen der hohe Energiewert von Fleisch traditionell fest im Bewutsein der Köchin verankert ist.
Durch die südliche Lage und traditionelle Handelswege von Süd nach Ost ist das Angebot an Gewrüzen und Kräutern sehr umfangreich, was der ukrainischen Küche einen zusätzlichen Pfiff und breite Gestaltungsmöglichkeiten beim Kochen gibt.
Einen besondere Rolle kommt der ”Smetana”, der sauren Sahne zu, die hier, nachträglich zugegeben, Suppen und Mehlspeisen geschmacklich aufwertet und ergänzt.
So entstand in der Ukraine ein vielfältiges Angebot verschiedener Gerichte, welche von Region zu Region noch einmal variieren. Es gibt also viel zu erschmecken und zu entdecken in den Küchen zwischen Uzhgorod und Charkiw.
Als bekannteste Vertreter ukrainischer Küchenkunst stellen wir Ihnen drei Gerichte zum Nachkochen und -backen vor, die jede ukrainische Hausfrau im Schlaf zubereiten kann.
Ukrainische Rezepte
Ukrainischer Grüner Borschtsch
500 g Schweinefleisch
250 g rote Rüben
600 g Kartoffeln
je 1 Möhre, Petersilienwurzel und Zwiebel
je 300 g Sauerampfer und Spinat
1 EL Weizenmehl
2 Eier
4 EL saure Sahne
1 Teel. Zucker
1 EL Essig
3 bis 4 EL Margarine
1 Lorbeerblatt
5 Pimentkörner
2 EL fein gewiegtes Zwiebellauch
Salz, Pfeffer, Dill.
DasnSchweinefleisch mit 2 l kaltem Wasser ansetzen und gar kochen. Anschließend die Brühe durchseihen. Die roten Rüben schälen, in dünne Streifen schneiden, salzen und mit etwas
Essig, Zucker und Brühe gar dünsten. Die Möhre, Petersilienwurzel und Zwiebel schälen,
in dünne Streifen schneiden und in Margarine dünsten. In der restlichen Margarine das
Mehl leicht bräunen und mit etwas Brühe verrühren.
In der kochenden Brühe die
geschälten und geschnittenen Kartoffeln 10 bis 15 Minuten kochen lassen und danach die
roten Rüben, das Wurzelwerk, Zwiebel und Mehlschwitze hinzufügen. Verlesenen,
gewaschenen und fein gewiegten Spinat sowie Sauerampfer, Piment, Lorbeerblatt und Salz
zugeben und alles gar kochen.
Den Borschtsch mit Schweinefleisch, geschnittenen, hart gekochten Eiern, saurer Sahne, fein gewiegtem Dill und Zwiebellauch bestreut servieren.
Piroggen mit Pilz-Zwiebel-Füllung
für den Teig:
1 kg Mehl
3/8 l Milch
2 EL Margarine oder Butter
2 EL Zucker
2 Eier
1 Teel. Salz
40 g Hefe
l zum Braten.
Die Hefe in lauwarmer Mich oder Wasser auflösen, die Hälfte des gesiebten
Mehls zugeben und gründlich verrühren, damit keine Klümpchen bleiben. Den Vorteig an
einem warmen Platz 3 Stunden gehen lassen. Der Reifegrad des Vorteiges wird nach den
Bläschen auf seiner Oberfläche beurteilt. Sobald das Hefestück sich etwas gesetzt hat,
die restlichen Zutaten zugeben und den Teig kneten. Danach noch 2 bis 4 Stunden gehen
lassen, dabei den Teig noch einmal durchkneten.
Aus dem fertigen Teig kleine
Brötchen formen und für kurze Zeit warm stellen, danach in runde Scheiben ausrollen und
darauf die Pilzfülle legen. Die Ränder der Pirogge so zusammenpressen, dass sie die Form
eines Schiffchens erhält. Die Piroggen 10 bis 15 Minuten an einem warmen Platz stehen
lassen, das überschssige Mehl abbürsten und dann erst in einem Tiegel mit Öl braten
oder in der Backröhre auf dem Backblech backen. Dazu muss der Teig aber etwas fester
sein.
für die Fülle:
50 g getrocknete Pilze
1 EL Margarine oder l
2 Zwiebeln
1 Teel. Weizenmehl
Salz, Pfeffer.
Die getrockneten Pilze gründlich waschen und kochen. Die garen Pilze
nochmals in kaltem Wasser waschen und durch den Fleischwolf drehen oder fein hacken. Die
Pilzmasse in etwas Margarine anbraten und mit gerösteten Zwiebeln sowie Mehl vermischen,
mit Pfeffer und Salz abschmecken. Diese Pilzfülle kann auch mit gekochtem Reis zubereitet
werden.
Vor dem Backen soll das geformte
Gebäck noch etwas gehen, dann wird das Backwerk besonders locker und zart.
Kleingebäck 8 bis 15 Minuten bei
240 bis 260 C und größeres Backwerk bis 60 Minuten bei 210 bis 230 C backen.
Mlinzy (Plinsen) “Chersoner Art
300 g Weizenmehl
300 g Buchweizenmehl
2 Eier
1l Milch
25 g Hefe
3 EL Butter
1 Teel. Salz
4 Teel. Zucker.
75 g
Weizenmehl mit 3/8 l kochender Milch überbrühen, sorgfältig mischen und abkühlen
lassen. Danach die in 1/8 l warmer Milch und Zucker aufgelöste Hefe und 150 g
Buchweizenmehl sowie 75 g Weizenmehl zugeben und mit 1/8 l Milch verrühren. Den Teig mit
einem Schneebesen schlagen und warm gestellt gehen lassen. Sobald der Teig aufgegangen
ist, die in 1/8 l Milch verrührten Eigelb, das restliche Weizen- und Buchweizenmehl sowie
1 EL zerlassene Butter und Salz zugeben, nochmals gut durchschlagen, etwas warme Milch
und steif geschlagenes Eiweiß unterziehen. Den Teig nochmals gehen lassen und
anschließend daraus, ohne dass der Teig wieder umgerührt wird, Plinsen backen und mit
zerlassener Butter oder nach Belieben auch mit Marmelade oder Obstkompott servieren.
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