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Das Donaudelta, ein wunderbares Natur- und Vogelparadies am Schwarzen Meer
Städte und Regionen
Quer durch Europa schlängelt die Donau, der zweitlängste Fluß Europas, um sich weit im Osten ins Schwarze Meer zu ergiessen. Dabei bildet sie an Ihrer Mündung zwischen Rumänien und der Ukraine ein weitgefächertes breites Delta, welches sich ständig verändert.
Während an einer Stelle des Donaudeltas die Wassermassen Erde und Lebensraum wegschwemmen wird an anderer Stelle Kies, Sand, Geröll und Schlamm angeschwemmt und so entsteht neuer Lebensraum. So ist alles zugleich in Aufbau und Vergängnis. Kein guter Lebensraum für die Menschen, die über Jahre hinweg einen festen Ort bewohnen möchten.
Wohl aber für Myriaden von Vögeln, die jedes Jahr im Frühling aus dem hier her ziehen. Ungestört von menschlichem Einfluß und zivilisatorischer Belastung können Sie hier ankommen, die Balz ausüben, Nester bauen und den Nachwuchs großziehen. Und im Herbst, wenn die Tage und Nächte frostig werden, wieder nach Süden ziehen.
Dazu gedeiht hier eine einzigartige Pflanzenwelt in einer selten gefunden Vielfalt und Breite. Wild überwuchert sind die trockenen Aufschwemmungen des Deltas.
In diese unzugänglichen Gebiete zogen sich einst die Lippowaner auf der Flucht vor den religiösen Nachstellungen der orthodoxen Kirche zurück. Sie, die die Kirchenreformen des Nikon ablehnten, siedelten sich in dieser einsamen Gegend an und bildeten die Keimzelle der dünnen Besiedlung des Donaudeltas. Ihre Geschichte kann man in Vilkovo, einem kleinen Ort am Ausgang des Donaudeltas, gut erkunden. Der kleine Ort wird das Venedig der Ukraine genannt, weil sich durch den gesamten Ort (angeblich wie in Venedig, wohl aber mehr wie im Spreewald) ein System von Kanälen und Brücken zieht, die von den Bewohnern als Transportwege genutzt werden.
Weitere sehenswerte Orte am Donaudelta sind Kilia und Ismail, eine kleine Stadt mit Flußhafen.
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