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Preise & Termine
Reisevorschlag: 4 Tage Galizien Entdeckungsreise
Galiziens vielfältiges Kulturerbe in der Westukraine
Die Region Galizien ist durch die Jahrhunderte Spielball der großen Mächte gewesen. Mal war Galizien litauisch, dann wieder polnisch, russisch, österreichisch, kurz unabhängig und bald darauf sowjetisch. Jeder Machthaber, jede Kultur hinterließ ihre Spuren im Antlitz der Region und in den Köpfen der Bewohner, so dass eine sehr vielfältige und interessante Kultur- und Religionslandschaft entstehen konnte.
Auf diese abwechslungsreiche Kulturlandschaft möchten wir Ihnen mit diesem Reisevorschlag Appetit machen. Entdecken Sie mit uns das jüdische Vermächtnis in Brody, kosakische Dramen in Beresteschko, architektonische Kleinodien in Olesko und Pidhirci und tiefreliogiöse Orthodoxie im Höhlenkloster des Lawra Pochajiv.
1. Tag |
Olesko, Brody
Wir holen Sie aus Lemberg ab und bringen Sie nach Brody. Unterwegs besichtigen Sie mit unserem deutschsprachigen Reiseführer das Schloß Olesko, in welchem der bekannte Heerführer und spätere polnische König Johann III. Sobieski geboren wurde und aufwuchs, und welches heute ein berühmter Ort der Kunst ist. Zahlreiche Ausstellungen finden hier statt, beim Spaziergang durch den Schloßpark trifft man hier und da auf Exponate zeitgenössischer Künstler.
In Brody unternehmen Sie einen ausgedehnten Spaziergang auf den Spuren der jüdischen Bewohner des kleine Städtchens, lernen ihre berühmtesten Protagonisten Joseph Roth und den Rabbi Israel ben Elieser, genannt "Baal Schem Tow" kennen und erfahren auf dem jüdischen Friedhof vom unaussprechlichen Verbrechen der Deutschen an den Brodyer Juden im 2. Weltkrieg und dem gleichgültigen Umgang der Sowjets mit dem jüdischen Vermächtnis. |
2. Tag |
Pidhirci, PidkaminPidhirci wird zu recht als das schönste Renaissanceschloß Osteuropas, das "Versailles des Ostens" bezeichnet. Sogar in seinem jetzigen Zustand (es wird gerade komplett restauriert) zeugt die im 17. Jh. erbaute Residenz der polnischen Familien Koniepolski und Sobieski von seinem einstigen Glanz und beeindruckt den Betrachter mit seiner verspielten Fassade und dem malerischen Ausblick von der Terrasse auf das Umland. Gemeinsam mit unserem deutschsprachigen Reiseführer besuchen Sie das Schloß in Pidhirci und erfahren von seiner wechselvollen Geschichte. Dabei besichtigen Sie auch die pompöse Schloßkapelle, in der heute wieder katholische Gottesdienste in ukrainischer und polnischer Sprache stattfinden.
Am Nachmittag besuchen Sie das Örtchen Pidkamin (Unter dem Stein), dessen Name sich auf den nahen "Teufelsfelsen" bezieht. In den Wäldern um den Teufelsfelsen verschanzten sich Kosaken, Oprischker und der legendäre Räuber Olexander Dowbusch. Auf dem Berg befand sich seit dem 13. Jahrhundert ein Dominikanisches Kloster. Im 17. Jahrhundert wurde die Himmelfahrtskirche erbaut, die bis heute die Silhouette des Berges dominiert. Pidkamin war bekannt für seine Bibliothek und sein jahrhundertealtes Archiv. Das Kloster wurde mehrfach zerstört, von den Tataren, später von den Russen (1. Weltkrieg) und den Deutschen (2. Weltkrieg), aber immer wieder aufgebaut. Auch heute gibt es Bestrebungen, das Kloster in seinem ursprünglichen Glanz und seiner früheren Bedeutung wieder zu errichten. Für steigende Popularität von Pidkamin sorgt auch das jährlich am Teufelsfelsen stattfindende gleichnamige Ethno- und Folklorefestival.
Im Anschluß an diesen Besuch besuchen Sie ein kleines Dorf, verborgen in den galizischen Wäldern. Hier, wohin längst keine asphaltierten Strassen mehr führen, werden aus Ton und geheimen Zutaten traditionelle Gebrauchsgegenstände aus schwarzer Keramik hergestellt. Sie besuchen den Töpfer, der dieses besondere Handwerk von seinen Vorvätern gelernt und weitergeführt hat und lassen sich in die Geheimnisse dieser besonderen Keramik einweihen. |
3. Tag |
Berestetschko
Heute besuchen Sie Berestetschko, ein kleines Örtchen, das für die ukrainische Geschichte von großer Bedeutung wurde, als sich hier im 17. Jh. die gleichnamige Schlacht von Berestetschko ereignete. Sie besichtigen die Gedenkstätte der Schlacht, das Gebeinhaus und die orthodoxe Kirche, die zum Gedenken an die Gefallenen errichtet wurde.
Am Abend haben Sie Gelegenheit, sich zu erholen. |
4. Tag |
Das orthodoxe Lawra PotschajewSie besuchen das orthodoxe Kloster Potschajew, neben dem Kiewer Lawra eines der wichtigsten religiösen Einrichtungen der russisch-orthodoxen Ukraine. Sie steigen hinab in die Höhlen, wo bis heute tiefreligiöse Mönche wohnen und wirken und erleben hier das Gebet unzähliger orthodoxer Pilger. Sie besichtigen die Allerheiligen- Kirche, die Grabeskirche, die Dreieinigkeits- Kathedrale und die Uspenskij- Kathedrale.
Zusätzlich zur Besichtigung können Sie auf Wunsch einen Tag gemeinsam mit den Mönchen des Klosters inkl. Übernachtung im Kloster Potschajew verbringen (aufpreispflichtig). |
5. Tag |
RückreiseWir bringen Sie zum Flughafen Lemberg, von wo aus Sie die Heim- oder Weiterreise antreten. |
Buchtip
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