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Tipps und Tricks
An dieser Stelle möchten wir Ihnen einige Informationen über das Reisen in und durch die Ukraine geben. Vieles gleicht den Verhaltensregeln, die auch in anderen Ländern herrschen. Die Liste ist nicht vollständig und wird ständig fortgeführt. Wenn Sie eine Frage in Vorbereitung auf Ihre Reise in die Ukraine haben, dann fragen_Sie_uns! Wir helfen Ihnen gern weiter. Was wir nicht sofort beantworten können, das wissen unsere Partner vor Ort.
Visum
In der Ukraine herrscht seit 2004 für Bürger der EU keine
Visumspflicht mehr. Sie können sich (Regelung seit 11/2007) je zweimal pro
Jahr bis zu 90 Tage im Land aufhalten, bei kürzeren Aufenthalten natürlich
auch öfter, allerdings nicht mehr als 180 Tage in der Summe. Für
darüber hinaus gehende Aufenthalte benötigen Sie ein Visum, das Sie in der ukrainischen Botschaft oder im ukrainischen Konsulat erhalten.
Reisepass
Sie benötigen für die Ein- und Ausreise lediglich einen gültigen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist. Diesen Pass müssen Sie den ukrainischen Grenzbehörden vorzeigen und erhalten dann einen Ein-, bzw. Ausreisestempel in den Pass.
Immigrationsformular
Zusätzlich zu diesem Stempel müssen Sie ein weißes Immigrationsformular ausfüllen, in welchem Sie Namen, Geburtsdatum und weitere persönliche Angaben, Reiseziel und Reisezweck angeben müssen. Dieses Scheinchen wird bei Einreise in zwei Hälften mit jeweils identischem Inhalt zerschnitten, von denen eine Hälfte während der gesamten Reise in Ihrem Reisepass verbleibt und erst bei der Ausreise von den Grenzbeamten einbehalten wird. WICHTIG: Hüten Sie dieses Immigrationsformular wie Ihren Augapfel! Bei Verlust drohen große Probleme mit den staatlichen Organen und eine stark erschwerte und verzögerte Ausreise.
Gesundheit
Das Gesundheitssystem der Ukraine ist nicht so gut ausgebaut wie in Deutschland. Zwar gibt es in jeder größeren Stadt Krankenhäuser, allerdings sind diese jedoch technisch häufig schlecht ausgestattet. Demgegenüber steht jedoch die häufig sehr gute Ausbildung der Ärzte, denen es gelingt, alle gängigen "normalen" Reiseerkrankungen zu heilen. Wer sich in ein Krankenhaus begibt, sollte folgendes beachten:
- Keine Fremdsprachen: Das Personal in den Krankenhäusern spricht zumeist keine Fremdsprache. Es ist daher angeraten, einen ukrainisch oder russisch-sprachigen Begleiter mit ins Krankenhaus zu nehmen, der dolmetschen kann.
- Wartezeit: Rechnen Sie in den Krankenhäusern mit mehreren Stunden Wartezeit. Sollten Sie einen Dolmetscher dabeihaben, weiß der aber bestimmt, wie man diese Wartezeit auf den Arzt verkürzen kann.
- Vorkasse: In den meisten Krankenhäusern muß die Behandlung sofort bezahlt werden. Lassen Sie sich eine Quittung und einen ärztlichen Befund geben, damit Sie das Geld von Ihrer Krankenversicherung erstattet bekommen.
- Behandlungsmaterial, Medikamente: Es ist normal und für deutsche Touristen dringend angeraten, dass Behandlungsmaterial (Binden, Kanülen) vom Patienten vor Anwendung in der Apotheke zu kaufen ist und dann angewendet wird. Anderenfalls kommt bei Ihrer Behandlung das Material zum Einsatz, was schon vorher benutzt und danach gereinigt wurde.
- Apotheken: In der Ukraine gibt es Apotheken an jeder Ecke, mittlere Krankenhäuser beherbergen sehr häufig eine Hausapotheke. Medikamente und Heilmittel stammen von den international tätigen, in Deutschland bekannten Herstellern und sind in der Regel günstiger als in Deutschland.
- Impfungen: Das Auswärtige Amt empfiehlt für kürzere Reisen in die Ukraine eine gültigen Impfschutz für Tetanus, Polio und Diphterie. Bei längerfristigen Aufenthalten in Regionen mit "einfachen hygienischen Bedingungen" empfiehlt es ausserdem eine Impfung gegen Hepatitis A und B, Typhus und FSME. Sie können sich vor Reiseantritt von den Spezialisten des Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin beraten lassen.
Reisekrankenversicherung
Reisende in die Ukraine sind verpflichtet, bei Einreise eine in der Ukraine gültige Reisekrankenversicherung (Police) mit sich zu führen, die auf Verlangen vorgezeigt werden muß. Die Kontrolle erfolgt stichprobenartig. Deshalb ist es ratsam, vor Reiseantritt bei seiner Krankenversicherung anzufragen, ob diese mit der Ukraine ein Abkommen geschlossen hat.
Ist dies nicht der Fall, können Sie sich bei uns eine preiswerte Auslandskrankenversicherung buchen.
Reise mit dem Auto
Wenn Sie Ihren Pkw mit in die Ukraine nehmen, benötigen Sie die Zulassung und die Grüne Versicherungskarte. Die Zulassung muß auf einen der Reisenden ausgestellt sein. Bei Fahrten mit fremden, resp. Dienstfahrzeugen benötigen Sie zusätzlich zur Vollmacht des Eigentümers, eine sog. Vorbeglaubigung, die Sie z.B. beim ADAC ausstellen lassen können. Die wird an der Grenze anerkannt.
Mit der Erweiterung der EU-Außengrenze um die Länder Polen, Slowakei und Ungarn sind die Grenzübergänge dieser Länder zur Ukraine erheblich ausgebaut worden, was sich in einer erheblich kürzeren Wartezeit bei Ein- und Ausreise bemerkbar macht.
Es empfiehlt sich, die Tempolimits in der Ukraine einzuhalten, einerseits wegen der teilweise schlechten Straßenqualität und andererseits wegen intensiver Polizeikontrollen. Für diese wird man oft von entgegenkommenden Fahrern mit Lichthupe vorgewarnt. Daneben möchten wir von Autofahrten während der Nacht in der Ukraine abraten, da die Straßenqualität im Dunkeln noch schlechter zu beurteilen ist, was zu einem erhöhten Unfallrisiko führen kann.
Tankstellen sind in der Ukraine an (fast) jeder Ecke zu finden. In den Innenstädten nur sehr wenig, an der Peripherie der Städte und unterwegs finden Sie jedoch alle paar Kilometer eine Tankstelle. Es gibt moderne und ältere, fast alle arbeiten 24 Stunden und in der Regel führen Sie alle gängigen Kraftstoffsorten (Diesel, Benzin, Super, Super Plus). Die Preise bewegen sich dabei auf einem wesentlich niedrigeren Niveau als in Deutschland. Bei langen Fahrten sollte man ruhig die Preise zwischen den einzelnen Tankstellen vergleichen, da diese von Region zu Region mitunter stark schwanken.
Bei Reisestationen empfehlen wir Ihnen, Ihr Auto über Nacht auf einen bewachten Parkplatz (Awto stojanka) zu stellen. Damit verringern Sie für ein paar Hrivna das Diebstahlsrisiko auf ein Minimum. Auskunft über die nächstgelegenen Parkplätze erfahren Sie am besten in Ihrer Unterkunft. Tagsüber ist das Diebstahlsrisiko genau so groß wie in Deutschland. Stellen Sie Ihr Fahrzeug am besten an einem belebten Ort ab, der viele Zeugen eines evtl. Diebstahls verspricht - das schreckt ab.
Geld
In der Ukraine ist das Netz von Geldautomaten, an denen man mit Maestro, EC, Visa und Mastercard Bargeld abheben kann, sehr dicht gestrickt. Sie müssen also nicht zwangsläufig mit Bargeld anreisen.
Noch nicht so verbreitet ist der Einsatz von Kreditkarten als Zahlungsmittel beim Einkauf. Es empfiehlt sich, vorher beim Verkäufer nachzufragen.
Natürlich können Sie auch Bargeld in die ukrainische Landeswährung Griwna tauschen. Dazu steht Ihnen neben Banken eine Vielzahl privater Wechselstuben zur Verfügung. Gleich ist allen, dass die veröffentlichten Kurse bereits die Endkurse sind, das heißt Wechselgebühren werden nicht erhoben.
Von den Banknoten der ukrainischen Whrung existieren derzeit mehrere verschiedene Versionen. Erschrecken Sie also nicht, wenn Sie beispielsweise von einer 10 Grivna- Note verschiedene Scheine erhalten. Sie sind echt.
Essen und Trinken
Die Mahlzeiten in der Ukraine weichen in Ihrer Zusammensetzung teilweise erheblich von deutschen Ernährungsgewohnheiten ab. Darauf sollte man sich vor Antritt der Reise mental einstellen.
So wird das Frühstück, wie wir es in Deutschland kennen (Brot, Brötchen, Butter, Wurst, Käse, Honig, Marmelade, Kaffee, Tee) in der Ukraine nicht unbedingt so zubereitet. Spiegelei, Rührei sind relativ häufig anzutreffen, anderes weicht teilweise gravierend von unserem Frühstücksverständnis ab. Dazu gehören zum Beispiel Würstchen, Pelmeni oder komplette Mittagsgerichte. Immer populärer wird gerade in Hotels das Frühstücksbüffet (Schwedski Stol).
Das Mittagessen besteht in der Regel aus einer Vorsuppe, einem Hauptgericht und einem Salat. Dieses Menü wiederholt sich am Abend.
Öffentliches Verkehrsnetz
In den ukrainischen Städten gibt es ein gut ausgebautes, preiswertes Verkehrsnetz. Es basiert im Wesentlichen auf private Minibusse (Marshrutkas), die im Linienverkehr eingesetzt sind. Sie werden durch öffentlich betriebene Autobusse, Strassenbahnen, Oberleitungsbusse (Trolleybusse) und U-Bahnen (Metros) verstärkt. Eine Fahrkarte kostet nicht mehr als 2 Grivna (ca. 0,25 €).
Überland fährt man mit Reisebussen oder mit der Eisenbahn. Beide Varianten sind verhältnismäßig günstig.
Zwischen den großen ukrainischen Städten werden ein oder mehrmals am Tag Inlandsflüge durchgeführt. Sie kosten je nach Entfernung zwischen 50 und 100 Euro für eine Richtung.
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